Hier möchte ich euch die Rasse Hovawart vorstellen :

Der Hovawart ist ein großer Hof - und Bauernhund der seit dem Jahr 1220 in Schriften erwähnt wird .

Rassegruppe :

Molosser , Berghunde , Doggenartige , wehrhafte Wachhunde

Farbe :

Es gibt den Hovawart in drei Farbschlägen : Schwarzmarken (50 - 60 % ) . Blond ( ca. 30 % ) . Schwarz ( ca. 15 - 20 % ) .Die Hautfarbe hat bei schwarzmarkenen und schwarzen Hunden einen bläulichen Schimmer , bei blonden Hunden einen meißt rosa Schimmer . Bezüglich der Farbe wird keine Reinzucht betrieben , es können innerhalb eines Wurfes alle Farbschläge auftreten .

Größe :

Rüden 63 - 72 cm , Hündinnen 58 - 65 cm . Beide haben einen leicht gestreckten Körperbau .

Gewicht :

Rüden haben ein Gewicht von ca. 35 - 48 kg , Hündin ca. 25 - 35 kg das Gewicht ist natürlich der Größe des Hundes angepasst .

 

Aussehen und Wesen :

Der Hovawart ist ein kraftvoller Hund mit einer buschig behaarten Rute und locker anliegenden dreieckigen Hängeohren . Sein Haarkleid ist samtweich und pflegeleicht wobei er nur mäßig Unterwolle hat erbraucht nicht täglich gebürstet werden . Die Lefzen des Hovawartes sind fest aufgebaut , das heißt , das er nicht sabbert .

Der Hovawart ist ein freundlicher zurückhaltender Familienhund der zuverlässig seine Familie schützt . Er ist wachsam , wobei er nur bellt wenn wirklich ein Grund vorliegt , er ist kein Kläffer . Er ist liebenswert , treu sehr anhänglich und auf seine Menschen bezogen und braucht einen engen Kontakt zu ihnen , eine Haltung ausschließlich im Zwinger kann er nicht ertragen , jedoch ist gegen ein gelegentlichen stundenweisen Aufenthalt nichts einzuwenden .  Desweiteren hat er ein Charaktervolles , selbstbewusstes Wesen , etwas eigenwillig , aufmerksam und unerschrocken . Er ist von hoher Intelligenz , Kreativität und besitzt eine ausgeprägte Beharlichkeit vor allem wenn es darum geht seine Vorstellungen durchzusetzen . Im Haus ist er ruhig und ausgeglichen , draussen jedoch temperamentvoll und fröhlich . Sein Jagdtrieb ist nicht allzu stark ausgeprägt kann aber gerade beim Junghund schnell hervortreten . Er besitzt einen ausgeprägten Beute - , Verfolgungs - und Hetztieb .Grundsätzlich ist der Hovawart gutartig , besitzt aber Grundschärfe und Härte .

Haltungsansprüche :

Der Hovawart braucht eine liebevolle konsequente starke Hand ( keine Brechstange ) . Mit seiner erziehung sollte so früh wie möglich begonnen werden . Er braucht Training und Arbeit ( auch viel Kopfarbeit ) , braucht große Wanderungen , Menschen die er als Leithund akzeptieren kann .

Temperament , Bewegung und Spieltrieb :

Dynamischer - kraftvoller Naturbursche , sehr lebhaft , bewegungsfreudig und wendig . Hervoragender Springer und Läufer . Für viele Sportarten geeignet . Toller Begleiter für Freizeitaktivitäten aller Art . Hoher Spieltrieb bis ins hohe Alter .

Geeignet für ,

Leute die gerne an der frischen Luft sind , und die spaß an viel Bewegung haben , Leute die den ursprünglichen Hund mögen und sich gegenüber diesem selbstbewussten Hund durchsetzen wollen und auch in der Lage dazu sind .

Nicht geeignet für ,

Leute die von ihrem Hund blinden Gehorsam verlangen und die gerne über sich selbst bestimmen lassen , er ist nicht geeignet für Anfänger die es einmal mit einem Hund probieren möchten .

Gesundheit :

Der Hovawart ist einer der gesündesten Rassen . Er ist ein robuster Hund in der Regel mit wenig Gesundheitsproblemen . ( noch keine überzüchtung ) . Es gelten auch sehr strenge Zuchtvorrschriften die eingehalten werden müßen .

Lebenserwartung:

Der Hovawart ist erst mit 3 Jahren ausgewachsen geistig wie auch körperlich . Er hat eine lange Junghundphase die durchaus bis ins 2. Lebensjahr reichen kann .

Die Lebenserwartung bei einem gesundem Hund ist relativ hoch , er kann seinem Menschen 12 - 14 (17 ) Jahre freude schenken , und ist auch im Alter noch recht fit .

Der Hovawart und Hundesport :

Die Fährte :

Die hervorragende Nase und Konzentrationsfähigkeit machen den Hovawart zum hochbegabten Fährtenhund .

Die Unterordnung :

Der Hovawart ist ein " Spätsünder " und aus diesem Grund kein Hund für Ungeduldige . Auf dem Hundeplatz reagiert der Hovawart sensibler als andere Gebrauchshund - Rassen er braucht erfahrene Figuranten und Ausbilder . Da er spät Reif ist braucht er eben länger als andere . Der Hovawart ist nicht unterwürfig und mit Zwang erreicht man bei ihm nicht wirklich viel . Mit einem spiel und Leckerchen ist er aber gut motivierbar . Da er auch aus der Gruppe der Doggenartigen stammt ist seine eher mäßige bereitschaft zur Unterordung wohl zu verstehen , aber wie schon gesagt motivation ist alles .

Der Schutzdienst :

Der Hovawart muß im Schutzdienst sehr sorgfälltig mit den Aufgaben vertraut gemacht werden und darf nicht zu früh zu hart herangenommen werden . Der Hovawart zeigt im Alter von 3 Jahren echtes Schutzverhalten ( dann ist es erwacht ) , er reagiert aber nicht so triebig wie andere Gebrauchshunderassen , ist schwieriger zu motivieren und verlangt daher viel Fingerspitzengefühl . Wenn er aber hoch im Trieb steht , behält er immer einen klaren Kopf . Rassen die fordender sind und den Trieb schon vom Zusehen stauen , sind viel einfacher zu hetzen . Für den Hovawart ist das passive Zusehen uninteressant und baut seinen Trieb eher ab , er will eben angesprochen werden .

Wer einen Hovawart hetzen kann , der kann wirklich noch hetzen !

Er ist schwieriger Auszubilden als andere Gebrauchshund - Rassen aber darin liegt eben die Herausforderung und der Reiz .

Der Hovawart wird immer ob ausgebildet oder nicht , in mancherlei Hinsicht immer ein selbsständiger Hund sein .

 

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